STADT + REGION Städtebauliches Kolloquium Winter 2018/19

27.11.2018

Die neue Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen will den Diskurs über gesellschaftliche, ökonomische und technologische Veränderungen und deren räumliche Auswirkungen auf das Quartier, die Stadt und die Region anregen.

  Veranstaltung Flyer Urheberrecht: Städtebau

Im Rahmen der ersten Veranstaltung im Winter 2018 beschäftigt sich das Städtebauliche Kolloquium mit der Wechselbeziehung zwischen Stadt und Region. Wachstum und Schrumpfung finden teilweise nebeneinander statt. In vielen Innenstädten fehlt Wohnraum, während gleichzeitig das Umland Leerstände zu verzeichnen hat. Eine zu wenig koordinierte Wohn- und Gewerbeentwicklung fördert das weitere Wachstum der Pendlerströme. Vor diesem Hintergrund sind interkommunale Kooperationen naheliegend, um die notwendige Balance zwischen unterschiedlichen Entwicklungsdynamiken herzustellen.

Auch wenn die Entwicklung von Städten schon immer in Beziehung zur Region stand und umgekehrt, so erfährt derzeit die Debatte um einen „Regionalen Städtebau“ und eine regelrechte „Regionalisierung der Stadtentwicklung“ eine neue Relevanz. Dies wird nicht zuletzt deutlich durch die zahlreichen Stadtumlandverbünde, die REGIONALEN in Nordrhein-Westfalen sowie Agglomerationskonzepte, die als innovative Formate an den Start gehen.

Das Städtebauliche Kolloquium will den Fokus auf die Chancen und Potenziale richten, die sich aus einer Allianz aus Stadt und Region generieren lassen. Welche Erfahrungen lassen sich aus den Best-Practice-Projekten aus dem In- und Ausland gewinnen? Welche planerischen und städtebaulichen Konzepte erfordert und ermöglicht der regionale Maßstab? Wie kann in einer Allianz aus Stadt und Region ein Mehrwert für beide Seiten entwickelt werden? Ist die Zukunft der Stadt die Region?

Diese Fragen stellen sich erst recht für eine Region wie die Städteregion Aachen, die aufgrund ihrer besonderen Verfasstheit auf regionales Denken und Handeln angelegt ist, aber gerade im Bereich der regionalen Stadtentwicklung Defizite erkennen lässt.

Regionale Netzwerke
Stadtumlandverbünde werden vielerorts als notwendiges Netzwerk angesehen, um die Interessen von Stadt und Region in ein Gleichgewicht zu bringen. Diese regionalen Zukunftskonzepte zeigen, wie die Herausforderungen in den Bereichen Städtebau, Stadt- und Siedlungsentwicklung, Wohnungsbau und Mobilität partnerschaftlich gemeistert werden können.
Dienstag, 4. Dezember 2018, 18 Uhr, Veranstaltungsort: BII, Mies-van-der-Rohe-Str. 1

Regionale Zukunftsformate
Wachstum verlangt eine langfristige und koordinierte Raumentwicklung, von der die kleineren, teilweise von Schrumpfung betroffenen Kommunen profitieren können. Neue Formen von regionalen Zukunftsformaten können als Kompass für eine ausgewogene Entwicklung fungieren und räumliche Qualitäten sichern.
Dienstag, 15. Januar 2019, 18 Uhr, Veranstaltungsort: Haus Löwenstein, Markt 39